Sommerlager 2009

 Sommerlager 2009
 

Wickie und die Pfadis

Ort des Geschehens war ein abgeschiedener Platz tief im Gadertal, genauer gesagt bei Kampill. Ein großzügiger Besitzer hatte den Pfadfindern gestattet inmitten der unberührten Natur für 10 Tage zu lagern.

Von 6. bis 16. August stand das heurige Sommerlager der Brunecker Pfadfinder ganz im Zeichen der Wikinger. Wichtig zu erwähnen ist dabei dass heuer auch die Siedlung Welsberg beim Lager mit dabei war. Die Anreise der 45 Lagerteilnehmer nach Kampill erfolgte über die öffentlichen Verkehrsmittel, von dort wurden die Lagerteilnehmer mit Privatautos zum Lagerplatz gebracht. Frisch am Platz angekommen drehte sich zunächst alles darum, die Zelte und alles drum herum aufzubauen: 9 Achterzelte, 2 Jurten, ein großes Zelt für die Küche und zwei Klos. Nachdem schließlich jeder ein Zelt zum Schlafen hatte wurde das Lager am Abend feierlich eröffnet. Tags darauf wurden die Lagerteilnehmer dann in 6 Gruppen, die sogenannten Sippen eingeteilt, in denen sie während des Lagers spielen, kochen und die Lagerdienste versehen sollten. Diese Dienste waren Küchendienst, Platzdienst, Klodienst, Gebetsdienst und Nachtwache. In ihren Sippen bauten sie sich Lehmöfen und Unterstände an denen sie meist einmal täglich ihr Essen kochten. Abends gab es häufig Spiele im Wald, wie etwa Mr. Brown oder die Mutprobe im dunkeln Wald an der auch die Leiterrunde ihren Spaß hatte. So führte sich die Geschichte um die Wickinger und ihren Erzfeind, den schrecklichen Sven immer weiter fort. Bei allem Programm blieb jedoch stets Zeit sich im nahegelegenen und bei jeder Temperatur absolut eiskalten Wasser ordentlich abzukühlen.

Auch an heftigen Unwettern mangelte es während des Lagers nicht. Rechtzeitig zum Besuchertag am Sonntag, an dem sich die Eltern einen Überblick verschaffen konnten, klarte es dann wieder etwas auf. Am Tag darauf brachen die Jungpfadfinder und die Pfadfinder  getrennt von einander zu einer 2 Tagestour, auch „Hike“ genannt auf, es ging dabei darum ein selbst gestecktes Ziel in vorgegebener Zeit zu erreichen. Währendessen hatten die Wölflinge und ihre Leiter während der Wölflingstage das Lager ganz für sich allein, was sie sichtlich genossen.

Nach dem anstrengenden Hike, von dem alle Beteiligten einiges zu erzählen hatten, gönnte die Lagerleitung den Teilnehmern etwas Ruhe. Bald darauf besuchte der Stammeskurat von Stamm Bruneck, Fabian Tirler das Lager und hielt seinen Wortgottesdienst aufgrund des schlechten Wetters in der Gemeinschaftsjurte. Das jährlich mit Spannung erwartete Nummernspiel verlangte den Teilnehmern aufgrund der nasskalten Bedingungen noch einmal alles ab und sorgte für viel Gesprächsstoff am Lagerfeuer.

Am vorletzten Tag wurden bereits die Öfen und Unterstände abgebaut um am Abreisetag zügig voranzukommen. Auch waren die Sippen damit beschäftigt an ihren Darbietungen für die abendliche Abschlussfeier zu feilen. Die Feier wurde mit einem Wölflingsversprechen eröffnet, wodurch wieder ein Mitglied endgültig in die Stammesgemeinschaft aufgenommen wurde. Weiter ging es mit der Prämierung für das sauberste Zelt und die beste Sippe. Gekrönt wurde der Abend schließlich mit den Darbietungen der Sippen die das Publikum und die Leiterrunde begeisterten oder auch verwirrten in jedem Fall aber unterhielten.

Der Abreisetag entpuppte sich trotz aller Vorbereitungen als ganzes Stück Arbeit und logistische Herausforderung, umso wichtiger war es daher, dass der ganze Stamm fleißig anpackte. So übergab die Leiterrunde nach der Verabschiedung die einigermaßen erschöpften Lagerteilnehmer wieder ihren Eltern.
Simon Lang