Eskimolager 2009

 Eskimolager 2009

Fotogalerie

  • Winterlager 2009, 2.
  • das härteste Lager seit es Pfadfinder gibt

     
    . . . eine tolle Herausforderung
    Winterlager der Pfadfinderstufe Bruneck . . .

    Das diesjährige Winterlager verbrachte die Pfadfinderstufe der Brunecker Pfadfinder nicht in einer Hütte, sondern im Zelt. Am 03. Jänner startete die Truppe gemeinsam mit ihren Leitern um mitten im Winter für drei Tage in Terenten ein Zeltlager abzuhalten. Um nicht zu erfrieren wurde ein großes Gemeinschaftszelt aufgebaut und mit einem – speziell für dieses Lager angefertigten  – Holzofen beheizt. Aber der Reihe nach:

    „Wir starteten um 09.00 Uhr am Morgen nach Terenten. Oben angekommen mussten wir erst mal die Kleinbusse entladen und die Rucksäcke und die restliche Ausrüstung ca. 200 Meter Hang abwärts bewegen. Damit das schneller ging und wir bald unseren Zeltplatz erreichten, legten wir alles auf eine große Plane, die wir dann gemeinsam den Hang hinunter zerrten.  Unten angekommen galt es einen guten Zeltplatz für uns zu finden. Wichtig war, dass das Zelt am Tag so lange wie möglich der Sonne ausgesetzt war. Als wir uns für einen Platz entschieden hatten, mussten wir diesen so gut es ging vom Schnee befreien. Endlich konnten wir das Zelt aufbauen und uns einrichten. Wir begannen sogleich den Ofen zu heizen und uns etwas zum Essen zu kochen. Den Nachmittag verbrachten wir damit Wasser und Holz zu holen, um für die Nacht gerüstet zu sein. Der Abend war relativ kurz, da wir alle sehr müde waren vom Tag und uns in den Schlafsack legten. In der Nacht blieben wir schichtweise wach, damit das Feuer im Ofen nicht ausging und die Temperaturen im Zelt warm blieben.

    Der nächste Tag begann für uns um 10.00 Uhr morgens. Wir standen auf und machten Frühstück. Doch eine im normalen Alltag noch so übliche Situation kann unter extremen Temperaturen zu einer Herausforderung werden. Wir stellten fest, dass alle Lebensmittel eingefroren waren, sogar rohe Eier konnte man als Ganzes aus der Schale lösen. Nachdem sich also das Frühstückkochen als langwierige und aufwendige Sache herausstellte, beschlossen wir kurzer Hand aus dem Frühstück einen Brunch zu machen, also eine Mischung aus Frühstück und Mittagessen.     

    Wegen dem chronischen Holz- und Wassermangel mussten wir fast alle 4 Stunden über einen Hang zum Bauernhof aufsteigen, wo wir die nötigen Rohstoffe gelagert hatten. Aus dieser etwas langweiligen Tätigkeit heraus entdeckten wir das Planenrutschen, eine Elite-Sportart, die körperliche Ausdauer, geistigen Schwachsinn und einen gewissen Grad an Doofheit voraussetzt. Anschließend spielten wir einige Runden Roverino, wobei der ziemlich weiche Schnee ein gewisses Problem beim Laufen darstellte. So passierte es, dass Mitkämpfer oft grundlos umfielen und daraus folgend überrannt wurden. Jedoch überlebten wir das Spiel ohne größere Verletzungen und hatten einen riesen Spaß. Während dem Spiel bekamen wir Besuch von Motsch und Fabi aus der Leiterrunde, die uns bis spät am Abend Gesellschaft leisteten. Bevor wir jedoch zu Abend essen konnten, mussten wir einen etwas schwierigeren Waldlauf absolvieren um uns auf die bevorstehende Versprechensfeier einzustellen. Nachdem wir alle Botschaften im Wald gefunden hatten kehrten wir zum Lagerplatz zurück und verspeisten unser wohl verdientes Abendessen. Unterdessen grub Robby ein Loch in den Schnee, wo später unser Lagerfeuer brennen sollte. Danach chillten wir uns um das warme Feuer und überdachten noch einmal gründlich unsere Versprechen. Dann war es so weit: Einer nach dem Anderen legte sein Versprechen bei einem der sechs  anwesenden Leiter ab und stieg so offiziell in die Pfadistufe auf. Anschließend wärmten wir uns noch etwas am lodernden Feuer und gingen dann zu Schlafsack. Um nicht schlafen zu müssen veranstalteten Fobbla, Tommy und Samu ein WWF („Wegge-Wett-Fressen“), bei dem sie bis spät in die Nacht an ihren Weggen knabberten.

    Am nächsten Morgen kehrten unsere üblichen Sorgen zurück; die Zeltabbau-Arbeiten standen uns bevor. Als Erstes bauten wir die Jurte ab und räumten unseren Kleinkram zusammen. Im Anschluss zerlegten wir den „Burner“ (unseren Ofen) und luden unsere Sieben Sachen auf die Ladefläche einer Traktorschaufel. Dave und Robby  surften mit samt dem ganzen Zeug den Hang hoch, wobei sie dafür sorgen mussten, dass sie nichts verlieren. Wegen der etwas nachlässigen Logistik-Planung mussten wir unsere zwei, von Tommy entwickelten und designten, Klo-Stühlen zurücklassen. Deshalb musste Davide einige Tage später die fehlenden Sachen abholen gehen, was ja auch seine Schuld war. Insgesamt war es ein wirklich aufregendes, cooles und lehrreiches Lager, von dem wir viel mitnehmen konnten. Dieses Lager ist eines von denen an das man sich wirklich gerne zurückerinnert.

    Ein Dankeschön an die Leser, die es bis hierher, also zum Ende unseres Berichts geschafft haben und wir wünschen herzliche Grüße.

                                                               Die Pfadfinderstufe Bruneck