HIKE
Ein neuer Tag ein neues Abenteuer. Wohin verschlug es uns diesmal. Wir waren schon alle gespannt, wo würde uns Georg, Michel, Joggo und Rastaman diesmal hin schicken. Gemeinsam (Jupfis und Pfadis) setzten wir uns in den Zug und fuhren nach Innichen, dann stiegen wir um und fuhren mit dem Bus weiter nach Sexten.
Die Fahrt bereitete uns keine allzu große Schwierigkeiten, aber man wusste ja nie welche neue Herausforderungen diesmal warteten. Gemeinsam mit Michel machten wir uns auf den Weg zur versteckten Schutzhütte. Ca. 2 Stunden gingen wir auf einem eher ebenen Weg dahin und zogen unsere rodeln, die wir von zu hause mitgebracht haben, mit letzten Kräften den Berg hinauf. Die Rucksäcke und Töpfe die wir hinten auf unseren Rodeln befestigt haben, erwiesen sich als schweres Gepäck. Es wurde langsam finster, doch der Schnee erhellte die Dunkelheit. Der weg schien nie ein Ende zu nehmen, doch dann erblickten wir eine Hütte und wir schöpften wieder neue Hoffnungen. Durch ein Feld, das mit Schnee bedeckt war, zogen wir unser hab und gut zur Schutzhütte die hinter den Bäumen versteckt war. Wir brachen in den Schneemassen ein und waren verzweifelt, doch der Ehrgeiz der Pfadfinder ist groß und mit gemeinsamen Kräften schien auch dieses Hindernis leicht zu überwinden. An der Schutzhütte angekommen, gaben wir rodeln und Töpfe ab, die in der Hütte sorgfältig verstaut wurden. Wir zogen uns warme, frische Kleidung an und wärmten uns vor dem Ofen in der kleinen Schutzhütte auf, dazu gab es Tee „á la Schorsch“ und für die Leiterrunde genug Glühwein zum nachfüllen. Wir rasteten kurz und bald darauf gab es auch schon Spaghetti. Wir lachten noch lange, redeten und spielten Brettspiele und Memory. (ihr fragt euch wer freiwillig Memory spielt? Ganz einfach der preis war eine Tafel Schokolade und schon sind alle dabei) Irgendwann fielen manche vorlauter Müdigkeit in den Schlaf und es schien eine gute Idee zu sein uns langsam in unser Zimmer zurückzuziehen. Der Raum war klein, wir schliefen Schulter an Schulter, doch die Wärmflasche die jeder Mitbrachte hielt uns in dieser kalten Nacht warm. Am nächsten Morgen gab es ein ausgewogenes Frühstück, mit ausreichend Brot, Nutella und Marmelade. Doch was wäre ein Hike im Winter ohne Schneeballschlacht, gesagt getan, schon standen wir in voller Schneeausrüstung vor der Schutzhütte und wurden fleißig von Georg mit Schneebällen beworfen. Einige sind dem Geschöpf zum Opfer gefallen, doch mit vereinten Kräften viel auch Georg in den Schnee und bekam eine ordentliche Abreibung :-). Doch die Leiter gaben sich nicht geschlagen und jagten uns weiter aufs Feld hinaus um uns dort in Ruhe zu vernichten, es gelang ihnen nicht und gemeinsam in friedlich Stimmung machten wir uns auf um das Mittagessen zu kochen, Pressknödel und Speckknödel, doch die Stimmung war schlecht. Alle waren der Meinung Georgs Käse für die Knödel könne nicht verwendet werden, der Geruch erwies sich als unerträglich. Doch zum Schluß waren alle Knödel weg, alle Bäuche voll und wir brachen auf. Der größte Spaß, „hinter Rodeln“, doch das ging leider nicht, denn die Strecke war zu eben. Gemeinsam (ohne Leiter) fuhren wir wieder nach Bruneck und von dort aus nach Gais.
Ein gelungenes Abenteuer lag hinter uns und ein gelungenes Hike.